Roth ist ein besonderer Hund. Er hat eine neurologische Störung, durch die seine Motorik etwas eingeschränkt ist. Beide, er und Spark sind von der gleichen Familie in Pflege aufgenommen worden. Beide haben große gesundheitliche Probleme aber ihre Pflegefamilie möchte alles Mögliche tun und den beiden so viel wie es nur geht helfen.
Anbei das Bericht direkt aus Deutschland:
02. Februar 2008
Steffi ist überglücklich mit Roth. Sie hat mir sofort die Transportbox abgenommen und wollte Roth selber tragen.
Sie hatte bei diesem kleinen Kerl Tränen in den Augen.
Auf dem Heimweg hat er Leberwurstbrot gefressen und war dick und warm in Wolldecken eingewickelt.
Montag muß doch noch ein anderes Geschirr und Halsband gekauft werden und ein warmes Mäntelchen ist schon in Bestellung.
Er hat heute schon gebadet, fönen mag er nicht. Steffis Kater hat sich anschließend zu Roth auf die Decke gelegt und hat Roth geputzt, Roth hat aber auch den Kater geputzt. Auch die beiden Hündinnen haben sich über Roth gefreut und er wird akzeptiert.
Er frißt Steffi aus der Hand und läuft seiner Mama immer hinterher und erkundet das Haus.
10.März 2008
Anbei ein paar Bilder von Spark beim Verband machen am ersten Tag
Heute haben wir mit beiden (Roth und Spark) Ball gespielt. Spark ist dabei kaum zu bremsen. Die findet sie klasse....
15.März 2008
Pepi (Roth) hat seine erste Akupunkturtherapie bekommen. Wieviel von den Nerven noch zu retten ist, kann jedoch niemand sagen. Er ist leider eine sehr arme Fellnase und ich werde das Gefühl nicht los, dass Pepi (Roth) auch von jemanden aus seinem früheren Leben, vielleicht vor der alten Dame schlecht behandelt wurde. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob er dort wirklich geboren wurde.
Von seinem Schwänzchen ist ja auch so gut wie gar nichts da...
Der Akupunkteur meinte, je nachdem wie Pepi (Roth) darauf reagiert und die noch vorhandenen Nerven darauf reagieren, könnte es sogar erst einmal noch schlechter werden. Er könnte anfangen sich anfangs in die Pfötchen zu beißen etc. Das wäre dann eine Erstreaktion. Muss man sich so vorstellen, als hätte man einen eingeschlafenen Arm, der plötzlich wieder aufwacht. Das ist ja auch am Anfang unangenehm.
Ausserdem hat Pepi (Roth) noch B-Vitamine für das Nervensystem und etwas gegen das Hirnwasser gespritz bekommen.
Der Arzt meinte ausserdem, dass Pepi (Roth) ruhig trainieren soll und auch längere Wege laufen kann, sofern er sie schafft. Das gepolsterte Geschirr, was ich ihm besorgt habe, sei ideal dafür. Damit kann ich ihn stützen, wenn er einknickt.
Gestern ging es ihm richtig prima und wir konnten bei dem schönen Wetter auch schön Gassi gehen. Er lief recht gut. Heute hatte er dagegen einen miserablen Tag. Er ist kaum gelaufen und hatte mehrere Zuckungen. Der Appetit war jedoch gut. Kann sein, dass jetzt doch die Akupunktur anschlägt, was ja doch ein gutes Zeichen wäre. Wir müssen realistisch sein und abwarten. Richtig gut wird es nie werden, aber vielleicht können wir evtl.Schmerzen lindern und ihm eine zweite Lebenschance ermöglichen. Er hätte es wirklich verdient nun endlich ein gutes Leben zu haben. Er tut mir sehr leid, aber er ist ein tapferer kleiner Kerl und unheimlich dankbar.
Bei Spark verhält sich der Fall folgendermaßen:
Der Arzt war am Anfang sehr erschrocken, als er Spark sah. Ein bloßer Hingucker und Griff, ganz ohne Röntgenaufnahme verriet, dass Bänder an einem Hinterbein kaputt sein mussten. Die Röntgenaufnahme bsetätigte, dass am einen Hinterlauf das Kreuzband gerissen ist.
Die Pfote ist jedoch nicht gebrochen. Er fürchtete erst, dass das Becken kaputt sei, aber da gab es später Entwarnung. Das Becken ist ok.
Spark hat nur eventuell eine Schädigung des Rückenmarks, muss aber nicht sein. Er sagte uns, dass wir in diesem Fall erst einmal folgendermaßen vorgehen müssen:
Spark muss ganz viel Krankengymnastik machen. Durch ihr Unfalltrauma und die Gewöhnung an den Buggy hat sie sämtliche Muskulatur verloren und hat sich an das "Nichtlaufen" dermaßen angepasst, sodass man die Muskeln jetzt erst wieder ankurbeln muss und Spark natürlich auch. Sie muss das Bein, an dem sie die Narbe hat, stark trainieren. Wie einen Expander müssen wir sie aufbauen, bis sie auf drei Beinen stehen kann. Sie hat zur Unterstützung Anabolika gespritzt bekommen und man könnte sogar Reizstrom einsetzen, natürlich nur eine kleine Stufe.
Jetzt muss kräftig geübt werden, in zehn Tagen sollen wir dem Arzt berichten. Sie könnten es auch dort machen, allerdings denke ich, dass wir es ruhig zu Hause machen sollten. Dann ist Spark bei uns.
Sollten wir es schaffen, dass sie auf drei Beinen stehen kann, wird das Kreuzband operiert. Kostet ca. 500-600 Euro. Ist nicht wenig, muss aber gut gemacht werden. Vielleicht bekommen wir noch ein paar Spenden rein, wenn wir berichten. Wenn das Rückenmark, wovon wir im Moment ausgehen, nicht stark geschädigt ist, und die OP gut verläuft, haben wir wirklich eine gute Chance, dass Spark wieder laufen kann. Wäre das nicht toll ?
Den Rollstuhl darf ich zur Zeit nicht nehmen, da Spark allein arbeiten muss und auch noch Gefühle im hinteren Bereich hat. Ich würde ihn sehr gern aber noch behalten, da ich nicht zu euphorisch sein möchte. Sollte sie später wirklich wieder laufen können, bekommst Du ihn natürlich zurück. Spark hat ausserdem Metacalm bekommen, gegen die Entzündung, die sie im verletzten Bein hat.
Das Elhapargen kennt mein Arzt nicht, er interessiert sich aber dafür. Ich werde ihm mal die Zusammensetzung zukommen lassen.
Er ist für Alternativmedizin offen. Das war damals auch schon sein Vater, der ein absoluter Crag unter den Ärzten war. Meine Hochachtung vor diesem Mann, der leider viel zu früh starb. Er versuchte immer den Weg, der für das Tier am angenehmsten war und er operierte auch angeblich hoffnungslose Fälle. Er hatte seine Erfahrungen aus den USA und der Schweiz gesammelt, war aber bodenständig geblieben.
Liebe Grüße an Euch alle,
Steffi Gimmel
Celle
Wer diese Pflegefamilie mit einer Spende ünterstützen möchte
Hier die Bankverbindung:
APAN
Banc de Sabadell
Oficina: Igualada
IBAN: ES 37 0081 0365 2100 0105 3209
SWIFT: BSAB ES BB
Verwendungszweck:Spark
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FEBRUAR 2008
Seit 2 Wochen kümmern wir uns um "Spark".
Es ist eine ca. 1 1/2 jährige Mix-Hündin die von einem Auto überfahren wurde.
Uns wurde gesagt, daß sie höchstwahrscheinlich gelähmt sein würde. Sie kann sich nicht mehr von der Mitte des Rückens abwärts bewegen.
Trotzdem haben wir entschieden sie nicht einzuschläfern und wollten abwarten wie sich unser Sorgenkind entwickelt. Es ist nicht das 1. Mal, daß sich ein Tier nach so einem schweren Unfall wieder erholt. Wir wußten nicht ob durch den Schock es psychisch oder physisch ausgelöst wurde.
Aber in der ganzen Zeit hat uns Spark sehr klar zu verstehen gegeben, daß sie viel Lust zu leben, spielen und rennen hat. Dabei wollen wir sie unterstützen.
Am Anfang hat Spark nur gelegen, aber kurze Zeit darauf versuchte sie mit ihren beiden Vorderpfoten aufzustehen und damit war es uns klar, das sie nicht mehr laufen kann.
Wir haben zum Übergang bis wir einen Rollstuhl bekamen, einen Kinderwagen versucht umzubauen um Spark das Laufen zu ermöglichen.
In Deutschland haben wir einen Aufruf gemacht.
"Hunde helfen" hat uns eine Spende geschickt. "Niemand Hunde" hat auch einen Aufruf gemacht und die Familie von "Lady", auch eine gelähmt Hündin, die leider verstorben ist hat uns ihren Rollstuhl gespendet. Ein zweites Rollstuhl ist von Tierschutzverein Scotty's Freunde e.V./Handicap-Hunde gespendet worden dei direkt an der Pflegefamilie geschickt wird.
Vor einigen Tagen war auch eine Freundin von einer unserer freiwilligen Mitarbeiter bereit, Spark in eine der besten Tierklink "Ars" nochmals untersuchen zu lassen mit der Frage, ob man Spark mit einer Operation helfen kann. Auch diese Operationskosten wollte sie übernehmen.
Leider bekamen wir durch den behandelnden Neurologen klar gesagt, daß man für Spark nichts mehr tun kann.
Der Tierarzt hat mit einer Pinzette in beide Hinterläufe bis in die Tatzen gekniffen und Spark fühlt nichts mehr. Er führte weiter aus, das man ihr vielleicht bis spätestens 12 Stunden nach dem Unfall hätte helfen können, danach sinken die Möglichkeiten einer Gesundung sehr schnell.
Sparks Darmfunktion ist intakt. Zwischenzeitlich können wir auch etwas positives berichten.: Ihr Harnblase kann sie wieder selbst leeren, nur riet der Tierarzt, dass man 2x täglich die Blase ausdrücken soll um sicher zu gehen, daß sie wirklich leer ist.
Wir hoffen nun sehr einen Pflegeplatz, besser Endplatz für diese lebensbejahende Hündin in Deutschland zu finden, da die Möglichkeiten in unserem Land fast unter Null sind.
Spark will leben!Wir sehen keinen Grund das zu ändern.
Bald wird sie sich an den Rollstuhl gewöhnt haben und kann sich nicht mehr daran erinnern, daß sie vorher mit 4 Beinen gelaufen ist.
APAN